Symbole&Kirchenraum

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Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


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Muschel



Sie ist in der griechisch-römischen Symbolwelt ein Zeichen für die Göttin Aphrodite, der römischen Venus, weil sie die "aus dem Schaum Geborene" ist. Diese Bilderwelt findet sich heute noch in der Werbung. Die Christen haben die Muschel als Symbol aufgegriffen und sie neu gedeutet. Die Perle nämlich, die sich in der Muschel findet, ist ein Bild für die Menschwerdung, so dass Maria die wahre Aphrodite ist, die die Perle in sich trägt.
Die Muschel wird im Mittelalter auch als Form für das Taufbecken übernommen, als die Taufe nicht mehr durch Untertauchen, sondern durch Übergießen gespendet wurde. Die Muschel ist auch das Zeichen des Apostels Jakobus und damit auch der Jakobspilger. Das leitet sich wohl daher, dass an der Küste westlich von Santiago, wohin die Menschen bis heute weiter pilgern, die Jakobsmuscheln gefunden werden. Nach der Legende ist ein Ritter, der dem Schiff mit dem Leichnam des Apostels entgegen ritt, fast ertrunken. Er wurde aber von dem Heiligen gerettet und stieg, mit Muscheln bedeckt, aus dem Wasser.

 

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