Symbole&Kirchenraum

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Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


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Mond



Bis zur Kalenderreform Cäsars wurde der Jahresablauf nach den Mondzyklen berechnet. Das spiegelt sich immer noch in dem Wort "Monat" wider. Die Monate waren zum großen Teil durchnumeriert, heute gilt das noch für September, der siebte, Oktober, der achte, November, der neunte, Dezember, der zehnte Monat. Weil Cäsar den Jahresanfang vom 1. März auf den 1. Januar vorzog, bezeichnet der September nicht mehr den 7. sondern den 9. Monat.
Der Mond ist ein das Licht empfangendes Gestirn. Da die Mondphasen dem weiblichen Zyklus entsprechen, wird der Mond der Frau zugeordnet und hat in den meisten Sprachen weibliches Geschlecht, während die Sonne, anders als im Deutschen, maskulin ist. Auf vielen Darstellungen steht Maria auf der Mondsichel. Das leitet sich aus der Offenbarung des Johannes her: "Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt" (Offb 12,1). Der Kranz der zwölf Sterne deutet auf den Jahreskreislauf der 12 Tierzeichen hin wie auch auf die 12 Stämme Israels.

 

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