Symbole&Kirchenraum

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Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


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Josef



Die Verehrung dieses Heiligen beginnt im Zeitalter des Barock und erreicht im 19. und 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Deshalb findet sich in vielen neueren Kirchen eine Josefsfigur. In der Gestalt dieses Heiligen begegnet uns ein Mensch, der wachsen lässt. Sein Name bedeutet "Gott fügt hinzu". Er mehrt nicht sein eigenes, ich-zentriertes Durchsetzen, sondern schafft dem Jesus-Knaben den Lebensraum, in dem er heranwachsen kann. Josef ist der Hausvater, der es auch versteht, Träume zu deuten: "Der Engel des Herrn erschien Josef im Traum ...", heißt es im Matthäusevangelium; d.h. Josef erkennt, was Gott mit einem Menschen vorhat, wo Gefahren drohen und wie es einen Ausweg aus den Schwierigkeiten gibt.
Deutlich zu sehen ist an seiner Person der Wandel in der Frömmigkeit. Der Patron der Kaufleute und Verwalter (da er für die rechte Finanzierung seiner Familie sorgte) wurde in der Barockzeit zum vielverehrten Patron eines guten Todes und dann im 19. und 20. Jahrhundert zu "Josef dem Handwerker und Arbeiter". In ihm sahen viele Familienväter ihr Vorbild und ihren Schutzpatron.

 

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