Zeitmanagement

Texte: Jutta Mügge
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Fotos: Marta Franeková


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1. Sorgfalt mit meiner Zeit
2. Werte - Kompass für mein Leben
3. Berufswahl und Werte
4. Werte bestimmen, was wichtig ist
5. Wichtiges vom Notwendigen unterscheiden
6. Neunzig Minuten am Tag für das Wichtige
7. 20:80 Das Pareto-Prinzip
8. Der Biorhythmus - Zeit für das Wichtige
9. Die wichtige Zeit störungsfrei halten
10. Zeitfallen der Charaktermuster
10a. Zeitfalle der Perfektionisten
10b. Zeitfalle der Helfer
10c. Zeitfalle der Erfolgreichen
10d. Zeitfalle der Besonderen
10e. Zeitfalle der Wissenden
10f. Zeitfalle der Loyalen
10g. Zeitfalle der Unterhaltsamen
10h. Zeitfalle der Einflussreichen
10i. Zeitfalle der Friedfertigen


5. Wichtiges vom Notwendigen unterscheiden

20% genügen für das Wichtige

Wenn wir erkennen können, was unsere Berufung ausmacht, leitet sich das Wichtige genau davon ab. Es ist auf jeden Fall das, was wir selbst bestimmen, was uns zur Zufriedenheit mit unserem Beruf, bzw. Leben führt und was wir tun müssen, weil es in dieser Weise nur von uns getan werden kann. Die Krankenschwester, die sich Zeit nimmt, um die Sterbenden zu begleiten, handelt im Sinne ihrer gewählten Berufsentscheidung. Sie könnte auch sagen, dass sie im Augenblick keine Zeit hat, weil sie die Medikamente für die Station richten muss. Das aber ist nur notwendige Arbeit und fällt nicht unter die Wichtige Arbeit.
Den Menschen in ihrer schwierigen, schmerzvollen Situation nahe zu sein, genau deshalb hat sie sich für den Pflegeberuf entschieden. Das sind ihre Qualitäten, das sind die Werte, für die sie steht, Menschen in ihrem Schmerz und Leid aber auch im Übergang zum Tod nicht alleine zu lassen. Alle anderen Aufgaben sind oft die Notwendigen, die sich aus dem Wichtigen ergeben. Eine Krankenschwester hat wie jeder andere auch, viele notwendige Tätigkeiten zu verrichten. 80 % unserer Zeit fließt in die notwendigen Aufgaben. Es sind fast immer Routineaufgaben, die getan werden müssen, damit der Erfolg gewährleistet ist. Verbandswechsel, Medikamentenausgabe, Essenverteilung, Visite etc. An notwendigen Aufgaben kommen wir nicht vorbei. Sie bestimmen 80 % unserer Zeit.
Wenn es aber bei den notwendigen Aufgaben bleibt, werden wir unzufrieden, dann ertrinken wir im Alltagstrott, ob als Krankenschwester, Hausfrau, Student oder als Selbstständige.
20 % der Zeit sollten wir uns täglich für unser Wichtiges sichern. Damit sorgen wir für unsere Zufriedenheit. Das Notwendige kommt von alleine auf uns zu, dafür brauchen wir uns nicht anzustrengen. Aber das Wichtige, wenn wir uns dessen nicht täglich vergewissern, macht sich nicht so direkt deutlich. Deshalb gehören 90 Minuten am Tag der Aufmerksamkeit für das Wichtige. Das kann auch mal einfach das Nachdenken sein, nämlich darüber, was in meinem Leben eigentlich das Wichtige ist, oder worauf es mir ankommt. Das Wichtige zu definieren und herauszufinden ist eine geistige Leistung, die ich in die 90 Minuten lege. Da wir alle einem bestimmten Biorhythmus am Tag unterliegen, eignet sich nicht jede Zeit für das Wichtige. Ich muss für das Wichtige am Tag die Zeit herausfinden, in der ich von meinem Rhythmus her am besten arbeitsfähig bin.



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