Zeitmanagement

Texte: Jutta Mügge
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Fotos: Marta Franeková


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1. Sorgfalt mit meiner Zeit
2. Werte - Kompass für mein Leben
3. Berufswahl und Werte
4. Werte bestimmen, was wichtig ist
5. Wichtiges vom Notwendigen unterscheiden
6. Neunzig Minuten am Tag für das Wichtige
7. 20:80 Das Pareto-Prinzip
8. Der Biorhythmus - Zeit für das Wichtige
9. Die wichtige Zeit störungsfrei halten
10. Zeitfallen der Charaktermuster
10a. Zeitfalle der Perfektionisten
10b. Zeitfalle der Helfer
10c. Zeitfalle der Erfolgreichen
10d. Zeitfalle der Besonderen
10e. Zeitfalle der Wissenden
10f. Zeitfalle der Loyalen
10g. Zeitfalle der Unterhaltsamen
10h. Zeitfalle der Einflussreichen
10i. Zeitfalle der Friedfertigen


1. Sorgfalt mit meiner Zeit

Die Zeit ist begrenzt

Zeit hat etwas Unverfügbares. Ich kann sie nicht anhalten, kann sie nicht antreiben noch schneller vorbei gehen lassen. Ich kann sie auch nicht ignorieren. Zeit bestimmt mein Leben, ich habe nur eine bestimmte Zeitstrecke zur Verfügung. Am Ende meines Lebens wird es sich zeigen, was ich aus meiner Zeit gemacht habe. Werde ich zufrieden auf die Zeit zurück schauen? Werde ich trauern, weil ich sie nicht genügend für das genutzt habe, was ich hätte tun können oder müssen? Werde ich sie in meiner Sterbestunde „zurücklassen“ können?

Da die Zeit dahin geht, auch wenn ich sie nicht nutze, ist diese Zeit auch ein für allemal verloren für das, was ich hätte tun können oder müssen. Wenn mir das einsichtig ist, dann fordert die Zeit meine Würdigung, meine Aufmerksamkeit, meine Sorgfalt. Oft aber gehe ich doch achtlos mit meiner Zeit um und denke gar nicht daran, dass sie begrenzt ist, dass ich mein Zeitkontingent nicht selbst bestimmen kann.

Wie aber komme ich zu einer Sorgfalt mit meiner Zeit?
Damit mir Zeit nicht unnötig verloren geht, brauche ich erst einmal einen täglichen Rhythmus. Diejenigen, die noch im Arbeitsprozess stehen, haben es da einfacher als die anderen. Ihnen ist ein Rhythmus vorgegeben. Sie müssen zu einer bestimmten Zeit an Ort und Stelle sein und haben bestimmte Aufgaben, Arbeitszeiten und Pausen. Ein großer Teil des Tages ist in seinem Rhythmus durch Anforderungen des Arbeitsplatzes abgesichert.
Selbstständige, Hausfrauen, Studenten, Arbeitslose und Rentner haben es mit dem täglichen Zeitrhythmus schwerer. Sie müssen sich selbst eine gute Tagesstruktur anlegen um nicht die Zeit zu vertrödeln. Denn da tritt der innere „Schweinehund“ oft auf den Plan. Wir könnten auch sagen: der Geist, der uns von dem abhalten will, was wir zu tun haben. Habe ich für mich eine Tagesstruktur angelegt, dann ist sie anfällig, weil ich verführbar bin. Ich bin verführbar sie nicht einzuhalten, denn niemand von außen fordert die Einhaltung ein. Das kann nur ich selbst. Ich aber bin meinen Verführungen jeden Tag von neuem ausgeliefert. Deshalb fordert die Zeit auch jeden Tag von mir, nicht auf die Stimmen in mir zu hören, die mich davon abhalten wollen an meinem Tagesrhythmus festzuhalten.


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© Text: Jutta Mügge
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