Gebet ist Beziehung

Text und Fotografie:
Marta Franeková
Musik: Richard Canaky


Bildmeditation
Die einzelnen Bilder nur mit den zugehörigen Bibelzitaten

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Bist du es wirklich ... Gott?
1. Gebet ist Geben und Nehmen
2. Gebet: Eine persönliche Beziehung
3. Gebet: Den Eingang suchen
4. Gebet ist ein Mauerfall
5. Gebet ist Mund und Herz
6. Gebet heißt, das Antlitz Gottes suchen
7. Gebet ist Emotion
8. Gebet ist eine Begegnung mit dem zärtlichen Herz des Vaters
9. Gebet ist, mit Jesus beten
10. Gebet ist Atem
11. Gebet - der Heilige Geist betet in uns
12. Gebet ist Bewegung im Geist


11. Gebet – der Heilige Geist betet in uns


Kann ich alleine beten? Ich habe meine Worte, Gedanken, Emotionen. Gebet ist aber doch eine Beziehung. Dann müßte ich ohne fremde Hilfe beten können.
Aber es stimmt auch, dass ich manchmal nicht weiß, was ich sagen soll. Oder ich wiederhole mich ständig, z.B. in meinen Bitten. Mir fällt nichts anderes ein als „Ich bitte für das und das ...“. Und manchmal weiß ich nicht, was besser für mich ist, was mein Gebt eigentlich sein soll. Ob für den Regen, wenn Dürre die Ernte zerstören kann, oder für die Sonne, weil meine frisch gestrichene Wohnung trocknen muss. Oder: Ich kenne mich in mir selbst nicht gut genug aus und weiß nicht, warum ich z.B. in eine tiefe Niedergeschlagenheit geraten bin. Ich spüre meine Schwächen und Grenzen. Dann weiß ich einfach nicht weiter.



Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld.
So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist:
Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.

(Paulus im Brief an die Römer 8, 25-27)

 

Weißt Du Gott, jetzt hast Du mich wieder einmal überrascht. Du hast mir in meiner Schwäche Deine Hilfe geschickt – Deinen Geist. Du selbst betest in mir anstelle von mir...
Der Geist wirkt in mir und gleichzeitig ist es schwierig für mich zu verstehen.
Es reut mich nur, dass ich es nicht früher wußte. Ich sollte schon längst wissen, auch wenn du unantastbar bist. Ich kann deinen Hauch atmen, Du bist doch nicht die reine geschmacklose Luft. Mein Atmen hat einen Geschmack bekommen. Einen starken Geschmack voll Frische, Zuversicht, Freude, Erwartung und Hoffnung für mein Leben.

 

 

Text: Marta Franeková

© Fotos: Marta Franeková
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